Kassel Marathon 2019

Am 15.09.2019 fand die dreizehnte Ausgabe des Kasseler Marathons statt. Nach alter Tradition wurde den Läufern und Zuschauern auch dieses Jahr herrliches Wetter vergönnt. Dadurch waren die Cafés und Jubelkurven an der Strecke gut gefüllt, sodass die Teilnehmer durchgehend motiviert werden konnten. In einigen Wohngebieten wurden die Gartenmöbel kurzerhand auf die Straße verlagert, um bei einem spontanen Nachbarschaftsfest mit lauter Musik die Läufer voranzutreiben.

Bereits am Samstag konnten die kleinen Lauffreunde beim Mini-Marathon ihren Spaß unter Beweis stellen. 3.850 Schülerinnen und Schüler rannten die circa 4 km durch die Aue bis zum Ziel ins Auestadion. Dieses einmalige Spektakel konnten die Teilnehmer für Sonntag bei der Startnummernabholung schon beobachten, denn wie eine halbe Stunde ein nahezu ununterbrochener Menschenstrom in der letzten Stadionrunde sein Bestes gibt, ist wirklich nicht alltäglich. Dadurch kam schon das Wettkampfgefühl näher und die Vorfreude auf den eigenen Zieleinlauf stieg.

Bei dem Mini-Marathon war Mailin Fehr mit dabei, sie rannte nach 22:18 Minuten über die Ziellinie.

Am Sonntagmorgen wurde es endlich ernst und der Startschuss fiel. Zunächst begannen die Halbmarathonläufer, die eine Strecke von 21 km vor sich hatten. Auch vom TSV Heiligenrode gingen dabei einige Läufer an den Start. Patrick Adler erreichte das Ziel nach 01:32:14 h, gefolgt von Laszlo Schwaniz mit 01:39:25 h. Sascha Fink und Olaf Katzer lieferten sich einen dichten Wettkampf. Am Ende brauchte Sascha 01:44:41 h und der grade erst aus dem Urlaub zurückgekehrte Olaf 01:44:54 h. Den beiden folgten Alexander Schmitt (02:02:29 h), Karsten Emrich (02:10:00 h) und Katja Groh (02:10:24 h). Vera Karnitzschky überzeugte mit ihrer Leistung und überquerte nach 02:12:09 h die Ziellinie. Ebenfalls eine tolle Leistung erbrachte Jürgen Palt, der mit seiner Zeit von 02:15:50 h den ersten Platz seiner Altersklasse belegt. Birgit Raith kam nach 02:16:52 h ins Ziel. Jörg Bettenhausen motivierte seine Frau Susi auf ganzer Strecke, sodass beide am Ende die Halbmarathondistanz nach 02:33:39 absolvierten. Besonders für Susi ist das eine tolle Leistung, denn sie begann erst vor knapp einem Jahr mit dem Laufen und bereitete sich seitdem auf diesen Halbmarathon vor, wobei sie sich auch nicht von einer kleineren Verletzungspause abhalten ließ.

Auf die komplette Marathonstrecke über 42,195 km ließen sich vom TSV einige Staffeln ein. Das „Team Opperhof“ duellierte sich mit der Staffel „Vier alle“. Auf dem ersten Abschnitt rannten Martin Kruppa (Team Opperhof) und Jürgen Dieterich (Vier alle). Sie begannen die ersten Kilometer gemeinsam. Später ging Martin vorbei, aber Jürgen hielt hartnäckig dagegen. So konnte Wolfgang Eger, an den Martin übergab, mit einem Vorsprung von circa 2 Minuten in den zweiten und längsten Abschnitt starten. Jürgen schickte seine Frau Susanne ins Rennen, die Wolfgang nicht nur ein-, sondern sogar überholte. Sie übergab das Staffelholz an ihre Tochter Jana, die die nächsten neun Kilometer bestreiten sollte. Wolfgang beeilte sich zur Wechselzone zu kommen, wo er seine Frau Petra in den dritten Abschnitt schickte. Die Temperaturen waren inzwischen deutlich gestiegen und machten es den Läufern nicht leichter. Am letzten Staffelpunkt wartete ihre Tochter Isabell auf Petra und machte sich auf den Weg den letzten Abschnitt zu Ende zu bringen, den sie durch vergangene Staffeln schon mit reichlich Erfahrung bestreiten konnte. Jana folgte kurz darauf und vertraute ihrem Bruder Leon den Staffelstab an. Die beiden hatten ihrer Mutter den Staffelstart zum Geburtstag geschenkt, wodurch es für die Familie ein ganz besonderes Erlebnis wurde. Leon und Isabell wurden kurz vor dem Stadion von ihren Teammitgliedern abgefangen, um die finale Stadionrunde gemeinsam zu genießen. Martin, Wolfgang, Petra und Isabell durchquerten das Ziel nach 04:00:01 h mit einem breiten Grinsen. Kurz darauf folgten Jürgen, Susanne, Jana und Leon ebenfalls mit vielen Endorphinen im Körper und einer Zeit von 04:04:01 h. Katja Holzapfel startete mit ihren Kolleginnen unter dem Teamnamen „IGS Mädels“. Sie kamen glücklich nach 04:14:13 h an. Mit ihrer Staffel „Girlies“ lief Alina Dräbing nach 04:31:04 h ins Ziel.

Ganz ohne Staffel rannte Walter Holzapfel im Trikot seines Arbeitgebers die ganze Marathondistanz, also 42.195 Meter. Als Dritter der M45 eroberte er eine Stufe des Siegerpodest in sehr guten 3:17:40 Stunden.

Unter den gesamten Wettkampf kann man also ein sehr positives Feedback ziehen, denn der Marathon bescherte sowohl Läufern als auch Zuschauern einen gelungenen Tag, an den man noch lange mit guter Laune zurückblicken kann.

Bild 1: Das Team „Vier alle“

Bild 2: Das Team „Opferhof“

Bild 3: Olaf und Sascha kurz vor dem Halbmarathon-Start

Bild 4:  Susanne und Jörg im Feld

Bild 5: Martin und Jürgen sind bereit zum Staffel-Start

Bild 6: Vera (rechts) mit einer Bekannten im Ziel. Das alkoholfreie Bier ist jetzt verdient.

Bild 7: Zufrieden im Ziel.

Isabell Eger